Laufband oder Outdoor – Expertenmeinung für Laufsport im Herbst

Ganz allmählich nehmen die Temperaturen ab und werden zunehmend ungemütlich. Auch Läufer kommen langsam wieder an den Punkt zu überlegen, das Lauftraining wieder uneingeschränkt auf das Laufband zu verlagern. Doch ist das wirklich ratsam? Oder sollte man im Herbst lieber noch dem Laufband fern bleiben und stattdessen in der freien Natur laufen? 

Das spricht gegen das Laufband

An erster Stelle steht ganz klar die Natur als solche. Wer daheim oder im Fitness-Studio auf dem Laufband steht, verpasst die herbstliche Stimmung außerhalb der eigenen vier Wände. Für viele Laufbegeisterte ist gerade auch das „Drumherum“ wichtig. Langweilig und öde scheint der Indoor-Sport, wenn man doch durch einen Blätterwald oder einen Park laufen kann und dabei die Natur beobachten kann. Hier spielt natürlich auf die Luftqualität eine große Rolle, die im Fitness-Studio mitunter etwas unangenehm erscheint.

Ein weiteres Plus für die Natur sind die verschiedenen Bodenprofile. Während das Laufband in diesem Punkt keinerlei Abwechslung bietet, haben unterschiedliche Bodenprofile neben Abwechslung auch den Vorteil, die Muskulatur stärker zu fördern. Insbesondere auch durch das unterschiedliche Streckenprofil muss mal mehr und mal weniger Kraft aufgewendet werden. Dieser Wechsel an Anstrengung hat positive Effekte. Zwar bieten Laufbänder mittlerweile auch Einstellungen im Bereich der Neigungswinkel, doch an der Beschaffenheit des Unterbodens lässt sich hier wohl kaum etwas machen.

Wer abschalten möchte, sollte ebenfalls so lange wie möglich den Weg zum Fitness-Studio meiden. Wohl selten wird man dort seine uneingeschränkte Ruhe finden, wie man sie in der Natur regelmäßig genießen kann. Einfach mal abschalten geht draußen schlicht und einfach besser.

Argumente für das Laufband

Natürlich gibt es auch Vorteile, die ein Laufband in der aktuellen Jahreszeit mit sich bringt. Wetterunabhängigkeit ist natürlich der bekannteste Punkt, der für das Laufband spricht. Doch das allein genügt nicht, vielleicht sogar einen Kauf zu rechtfertigen. Vielmehr spielen auch die kürzer werdenden Tage eine Rolle, sich für das Laufband zu entscheiden. Insbesondere nach der kürzlich stattgefundenen Zeitumstellung ist es nach Feierabend früh dunkel. Nicht selten läuft in der Dunkelheit auch die Angst mit, weshalb viele Laufbegeisterte trotz Lust lieber nicht mehr aus dem Haus gehen. Das soll aber natürlich nicht Sinn der Sache sein.

Nennenswert sind natürlich auch die Argumente, die auch in den warmen Jahreszeiten für das Laufband sprechen. So ermöglicht ein Gerät natürlich ein gezieltes Training dank Einstellungsmöglichkeiten wie Neigungswinkel und Tempo.

Dass das verschiedene Bodenprofil ein Argument gegen das Laufband ist, kann man an dieser Stelle sogar relativieren. Bedenkt man beispielsweise, dass das Laufen auf Asphalt mitunter Gelenkschäden versucht, bietet der Laufbandsport hingegen eine schonende Bewegung und birgt damit weniger Risiko für Verschleißerscheinungen. Besonders für Personen mit erhöhtem Gewicht ist dieser Vorteil nicht zu unterschätzen.

Auch der Zeitfaktor muss als Pro-Argument aufgenommen werden. Oftmals hat nicht jeder Sportler einen Park oder ein Waldstück direkt hinter dem Haus. Manchmal ist es sogar nötig, einige Kilometer mit dem Auto zu fahren. Ein Laufband hingegen steht unmittelbar in der Nähe und kann jederzeit schnell und einfach in Betrieb genommen werden. Eine Zeitersparnis ist garantiert.

Die Empfehlung

Natürlich kann man an dieser Stelle, wie so oft, nicht pauschalisieren, welche Variante nun die bessere ist. Vielmehr lässt sich festhalten, dass eine Kombination aus beiden die richtige Wahl ist. Empfehlenswert ist beispielsweise, zwei Einheiten pro Woche a 45 Minuten auf dem Laufband und 2 Einheiten gleicher Zeit draußen zu absolvieren. Grundsätzlich muss dies natürlich jeder Sportler für sich selbst entscheiden und abwägen, welche Vor- und Nachteile für ihn „spielentscheidend“ sind.